Montag, 19.06.2017

Fraser-Action 17.-19. Juni

Tag 1 - Humpeldipumpel

Das Wetter am Morgen verkündete erneut nichts Gutes und trotzdem waren wir angesichts des bevorstehenden Abenteuers frohen Mutes.

Wir setzten mit der Fähre über auf das Naturwunder im Meer. Die erste Straße, die wir dort sahen, war noch aus Teer.

Die restlichen Wege und Straßen dann bestehen ausschließlich aus Sand. Ist ja auch eine Sandinsel, mit einem prächtigen Baumbestand.

Zuerst lernten wir Scotti kennen, unseren stämmigen Guide. Mit Witz und Charme zeigte er sich für unsere Tour gleich bereit.

Er stellte uns "Kermit the frog" vor, unseren allradangetriebenen Bus. Na dann, gute Fahrt - Söri und Siski gaben sich vorher noch einen dicken safety-Kuss.

Das Abenteuer begann, die Fahrt war wirklich rasant. Über Huckel und Berge sowie immer nah am Abgrundrand.

Anschnallen war in diesem Gefährt absolute Pflicht, denn man sprang hoch bis fast an die Decke und den Schädel einhauen wollten wir uns nicht.

Scotti spielte uns auch Musik von seiner "supersweet-sixteen-Kassette" und sang lauthals mit. Auch wenn es schrecklich klang, machte es gute Laune und keiner sagte "holy shit".

Erste Station war der Basin Lake mit allerhand Fröschen und Kaulquappen. Eine Umwanderung drum herum, das sollte wohl problemlos klappen.

Dann ging es weiter lange Strecken durch den dichten Regenwald. Wir hatten sogar zwischendurch ein bisschen Regen, der zart durch die Blätter hallt.

Fantastische hohe Bäume fanden wir hier, in unterschiedlichsten Gestalten. Gegen uns kleine Würmer kamen sie uns echt vor wie übermächtige Naturgewalten.

Unsere letzte Station war der Lake McKenzie, ein See mit wunderbar klarem Wasser. Und der Sand war zart und pulvrig - das war noch viel krasser.

Wir schwammen im See, die Sonne zeigte nun auch mal ihr Strahlen. So konnten wir uns in dieser schönen Natur und unserer Liebe aalen.

Als wir abgesetzt wurden, wurde uns klar, wir sind die Einzigen, die im Hotel schlafen werden. Die anderen Armen müssen in Mehrbettzimmerlodges herbergen.

Unser Bus Regenwald RegenwaldRegenwald Regenwald  Sonnenuntergang Liebe Lake McKenzie Kaltes klares Wasser

 

Tag 2 - Keine Wale sind doch ein paar Wale

Dieser Tag begann mit Kälte, aber wunderbarem Sonnenschein. Außerdem gab's ein Hotel-Frühstück, dieses schmeckte fein.

Mit unserem robusten Bus ging es gleich Richtung Strand. Hier zeigte er uns nochmal volle Rübe, was er alles so kann im Sand.

Ein Pilot kam zu uns rein, um Werbung zu machen, mitten auf dem Weg. Ein Flugzeugrundflug über das Meer mit Walen und Teilen der Insel... bei uns ging es "überleg, überleg".

Siski entschied sich erst dagegen und fragte die anderen danach nach ihren Eindrücken. Sie berichteten von Walen, nem Rochen, nem Hai und konnten sie damit verzücken.

Zwischendurch machten wir Halt am SS Maheno Wrack, einem gekenterten Kreuzfahrtkahn. Außerdem war Waten durch den Eli Creek, einem kleinen Fluss, dann für uns dran.

Plötzlich rief einer am Strand "whales, whales!" und wir gingen hin gucken. Und wahrlich, man sah weit entfernt ein paar Wale springen und spucken.

Das gab Siski Mut, sie wollte es aus nächster Nähe betrachten. Doch in der Luft zweimal über's Meer gesaust, sah sie nix und konnte noch so sehr darauf achten.

Wieder unten war sie sichtlich traurig und am Boden zerstört. Der Fahrer, der sie zur Gruppe zurück bringen sollte, sah dies sogleich und hatte auch gut zugehört.

Dann hatte Siski auch noch ihre Sonnenbrille im Flugzeug vergessen. Das Abholen ergab dank des Fahrers "keine Wale sehen ist für heute noch nicht gegessen".

Sie durfte zurück an Bord und wurde zur Gruppe geflogen. Der Pilot konnte es selbst nicht glauben, aber die Wale haben sich nicht nochmal in den Wellen gewogen.

Gelandet wollte ein anderer Pilot Siski ein drittes Mal ins Flugzeug setzen, um ihr den Anblick zu schaffen. Nur leider musste unser Bus weiter, um noch an anderen Orten Sehenswertes zu ergaffen.

Die Enttäuschung ebbte erstmal nicht ab, trotz der superfreundlichen Männer, die haben sich echt eingesetzt. Und zurück an Land sahen wir erneut die wuchtigen Flossen: "Echt jetzt???"

Irgendwann verfloss zum Glück dann der Verdruss, auch dank Söris gutem Zureden und seinem zarten Kuss.

Nach dem Mittagstisch ging es noch einen Berg, den Indian Head, hinauf. Wir kletterten geschwind und gaben nicht auf.

Die Champagne Pools boten uns zuletzt einen gar spritzigen Anblick. Doch wir zogen es vor, zu sonnen unser Gemüt und Genick.

Wir huppelten nach Hause mit unserem grünen Gefährt. Trotz nur der entfernten Sichtung der Wale war dieser schöne Tag eine Reise wert.

SS Maheno Wrack Eli Creek Heading off Flug Flug Flug Schmetterling Indian Head Indian Head und Champagne Pools

 

Tag 3 - See-Sightseeing

Der dritte Tag Fraser Island ist heran gebrochen und wir besuchten zwei Seen, wie vom Guide versprochen.

Der erste war von mächtigen Dünen gesäumt, wir genossen hier die Sonne und wurden gebräunt.

Am zweiten See probierten wir Stand Up Paddling aus. Es lief ganz gut - vorher dachten wir, es wird ein Graus.

Die berühmten Dingos trafen wir hier auf der Insel nicht. Zum Glück oder schade, entscheiden können wir uns da nicht.

Überall auf der Insel wird vor ihnen gewarnt, es wäre aber interessant gewesen. Nun gut, ohne sie sind wir wenigstens wohlauf und genesen.

Am späten Nachmittag gelang uns nach Rainbow Beach die Überfahrt. Wir liegen nun im Bett - es ist weich und garnicht hart.

Empfangen wurden wir ganz freundlich von der Dame, der die Unterkunft gehört. Aber wir denken ganz ehrlich, sie ist ein bisschen gestört...!

Stand Up Paddling